Architekten
LA'KET
Quelle
DETAIL 6/2013; Gima Girnghuber GmbH
In Hamburg-Volksdorf entstand ein kontrastreiches Einfamilienhaus, das die klassisch-hanseatische Typologie der Umgebung in seiner Fassadengestaltung aufnimmt und in eine abstrakt-moderne Bauform umsetzt. Die Materialisierung seiner Fassade mit dem für Hamburg typischen Kohlebrandklinker schafft dabei den harmonischen Übergang zu den Nachbargebäuden. Grundstückbedingt ist das von den Hamburger Architekten LA´KETH geplante Haus kompakt als Split-Level-Typus konzipiert, d.h., der ebenen gewachsenen Topografie wird eine künstliche Topografie des Hauses entgegengesetzt. Die auf diese Weise entstehenden Ebenen bilden durch ihre unterschiedlichen Höhen abwechslungsreiche Raumabfolgen. Geometrisch definierte »Senken« erlauben die Integration eines Entree-Bereichs, eines Pkw-Abstellplatzes, einer Dachterrasse sowie einer vertieften Lounge-Landschaft im Bereich des Wohnzimmers. Der Baukörper ist scharfkantig und flächig ausgebildet, seine Umhüllung ist klar in offene und geschlossene Partien gegliedert und ähnelt damit, quasi als modernes Konzentrat, dem Bautypus der Umgebung. Entsprechend wurden Sockellinien und Traufhöhen der Nachbarschaftsgebäude respektiert. Die aus der Gebäudegeometrie ent­wickelte Auskragung des Hauses löst zugleich das Parkproblem auf dem schmalen Grundstück.