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© Philip Vile
© Helene Binet
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© Helene Binet
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© Helene Binte
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Über 800 Jahre war Astley Castle bewohnt: Im 13. Jahrhundert als Landsitz der Familie Astley erstmals erwähnt, erfuhr es während seiner langen und bewegten Geschichte ­diverse bauliche Veränderungen und Er­gänzungen. Mehrere Ansätze, das Schloss in seiner ­ursprünglichen Form wieder aufzubauen, scheiterten an den Kosten. Und so setzten Wind und Wetter der Ruine über drei Dekaden hinweg zusätzlich zu. Die Rettung kam schließlich in Form eines Wettbewerbs, ausgelobt vom »Landmark Trust«, einer Stiftung, die historisch wertvolle Gebäude vor dem Verfall bewahrt. Mit einem Budget von 2,5 Mio. Pfund sollte die Ruine in ein Ferienhaus für acht Gäste umgewandelt werden.
 
Im ältesten Teil befinden sich nun Wohn- und Schlafräume. Durch Betonbalken zusammengebunden sind die historischen Mauern stabilisiert und durch das neue Dach geschützt. Ausfachungen aus Mauerwerk schließen die Wände, lassen die alten Wunden aber ­offen – der Eindruck des Verfallenen, Unvollendeten bleibt. Die ehemals prominentesten Räume aus dem 15. und 17. Jahrhundert bilden offene Höfe, statt Fresken an der Decke zeigt sich der offene Himmel mit seinen ­Wolkenspielen. Umrahmt ist er von einem Dach aus Holz. In Holzrahmen sitzen auch die großer Verglasungen, die Blicke in die Höfe mit ihren einst prächtigen Renaissancefenstern freigeben. Durch das zweite Fenster des Wohn-und Essbereichs, das der Aussicht wegen im Obergeschoss liegt, ist eine 400 Jahre alte Kirche zu sehen.