Vierzig Jahre lang stand das Hotel Rossija – ein Betonmonstrum mit 3000 Zimmern – auf dem Gelände des einstigen historischen Stadtviertels Zaryadye ganz in der Nähe des Roten Platzes und des Kremls. Nach seinem Abriss im Jahr 2006 kursierten zunächst Pläne und sogar ein konkreter Spatenstich-Termin für ein neues Quartier mit Büros, Läden, Hotels und kulturellen Einrichtungen nach Plänen von Sir Norman Foster.

Aufgrund von Bürgerprotesten, Ungereimtheiten beim Bieterverfahren sowie dem neu erwachten politischen Willen, eher der Moskauer Bevölkerung als potenziellen Investoren Gutes zu tun, blieb dieses Projekt unrealisiert. So war der Weg frei für den ersten neuen öffentlichen Park in Moskau seit 50 Jahren.

Der Startschuss für den zehn Hektar großen Zaryadye Park fiel im Jahr 2013 nach dem Wettbewerbsgewinn des Teams rund um die Architekten Diller Scofidio + Renfro, die Landschaftsarchitekten Hargreaves Associates, das multidiszipli­näre Planungsbüro Citymakers und die ­Klimaingenieure von Transsolar.