© Jakob Schoof
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© Paolo Rosselli
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© Stefano Mussio
© Paolo Rosselli
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Der Tessiner Energieversorger Azienda Elettrica Ticinese (AET) hat seinen Firmensitz an ­einer jener Stellen, die Marc Augé als »non-­lieux« (Nicht-Orte) bezeichnet hat. Unmittelbar östlich braust die Autobahn A 2 vorbei, im Westen eine Ortsstraße, und quer über das Firmengelände führt eine Straßenbrücke, die Bellinzona mit seinem Nachbarort Monte Carasso verbindet.

Mit diesem prägnanten Straßenkreuz auf mehreren Ebenen hatten es auch die Teilnehmer eines Ideenwettbewerbs zu tun, den AET 2011 für ein neues Verwaltungsgebäude auslobte. Erstmals sollten darin alle Mitarbeiter des Unternehmens an einem Ort zusammengeführt werden. Die Architektengemeinschaft Meyer, Piattini und Fallavollita gewan die Konkurrenz mit einem zweiteiligen Entwurf aus einem Hochhaus und einem flachen Riegel. Davon wurde am Ende nur der Flachbau für etwa 100 Angestellte realisiert.

Erhalten geblieben ist aus dem Wettbewerb außerdem das prägende Betonraster, das den dreigeschossigen Neubau am Ufer des Ticino umgibt. In seiner Strenge knüpft es an die Bauten von Livio Vacchini und Luigi Snozzi an, der im nahe gelegenen Ortszentrum von Monte Carasso einige Höhepunkte der Tessiner Nachkriegsarchitektur geschaffen hat.