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© Andrea Martiradonna
© Andrea Martiradonna
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Den meisten Mailändern ist der Verwaltungsbau, der einen gesamten Straßenblock umfasst, als »Palazzo Campari« bekannt. Für die Hersteller des Bitterlikörs hatten ihn die Brüder Ermenegildo und Eugenio Soncini geplant, Eröffnung war im Jahr 1964. ­Damals galt der Bau als hochmodern und technisch innovativ, heutigen Standards genügte er jedoch nicht mehr: Entsprechend wollte der Eigentümer den hohen Anteil nicht nutzbarer Flächen reduzieren und die Bürogeschosse neu organisieren.

So wurden die zuvor als Freibereich oder Durchgang gestalteten Zonen auf Eingangsebene geschlossen und zu einer Bankfiliale ausgebaut. Nur noch ein Zugang zum neu gestalteten Innenhof blieb erhalten. Indem die ­Architekten die Verkehrsflächen reduzierten, die vertikalen Erschließungen bündelten und Trennwände abbrachen, boten sie eine höhere Flexibilität für die Nutzung künftiger Mieter.

Besonderes Augenmerk aber legten die Architekten auf die Fassade. Indem sie die gläserne Haut in großen Bereichen nach außen versetzten, erzielten sie zwei Vorteile: Zum einen wurden insgesamt 360 m2 Nutzfläche gewonnen und zum anderen das Problem der Wärmebrücken gelöst, weil die bestehende Stahlkonstruktion komplett im Inneren liegt.

So sieht man dem Gebäude seine Entstehungszeit auch nach der Sanierung an, dem Nutzer bietet er mit seinem LEED-Gold-Siegel aber deutlich mehr Komfort und erheblich niedrigere Unterhaltskosten.