Die gut 200 m² große Wohnung erstreckt sich über drei Ebenen; zwei Hauptgeschosse und ein Zwischengeschoss, die im Verlauf der letzten 20 Jahre unzählige bauliche Eingriffe erlebt hatten, denen jedoch die Ordnung und der rote Faden fehlte. Hier stellte sich nicht nur die funktionelle und räumliche Situation kompliziert dar, sondern es war auch schwierig, in einer Stadt, in der per Gesetz die vorhandene Bausubstanz unter allen Umständen geschützt wird, architektonisch einzugreifen, um die Bauqualität zu verbessern. Letztendlich gab es bei diesem Gebäude auch statische Probleme, die die Eigentümer dazu zwangen, umfangreiche Sanierungsarbeiten an Böden und Dach vorzunehmen. Ziel des Projekts war es, die Wohnung komplett umzugestalten, eine räumlich zusammenhängende und schlüssige Einheit zu schaffen und dabei die vorhandenen Besonderheiten des Hauses, wie die vielerorts hohen Decken und die zahlreichen, wenn auch kleinen Außenflächen, die auf den verschiedenen Ebenen umwerfende Ausblicke auf die Stadt bieten, zu nutzen und zu betonen. Zwei wesentliche bauliche Maßnahmen diktierten die Anordnung der unterschiedlichen Bereiche des Hauses: Zum einen die Integration eines großen Holzkörpers für die Innentreppe, der die drei Ebenen miteinander verbindet und die benötigten Schrank- und Abstellflächen bietet, und zum anderen die Vereinheitlichung der Decken, die aufgrund der unterschiedlich geneigten Dachflächen ebenso unterschiedliche Deckenformen hervorgebracht hatten, was den Räumen zwar ein interessantes Aussehen verlieh, aber eine absurde und chaotische Anordnung der tragenden Bauteile erforderte.