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Wohnen ist teuer geworden in Deutschland. Vor allem in Großstädten und Ballungszen-tren sind die Preise für Mietwohnungen und Eigenheime in den letzten Jahren in die ­Höhe geschnellt. Niedrige Zinsen, Börsencrashs und Finanzkrisen lassen Anleger ihr Vermögen in Werte aus Beton und Ziegel ­investieren. Wohnungen sind zum Spekula­tionsobjekt geworden. Der freie Markt reguliert den Preis.

Verschärft wird diese Entwicklung durch die über Jahrzehnte ungenügende staatliche Förderung für bezahlbares Wohnen. Sozialer Wohnungsbau kam fast völlig zum Erliegen, seit der Bund 2006 die Zuständigkeit dafür den Ländern übertrug. Aber auch Städte und Kommunen investierten lieber in Infrastrukturprojekte als in Wohnhäuser.
 
Zudem ist Bauen so teuer wie nie zuvor. Kostete im Jahr 2000 ein Quadratmeter in einem Mehrfamilienhaus im Durchschnitt noch 2210 Euro, waren es 2014 bereits 3080 Euro. Kein Wunder also, dass die Lücke zwischen angebotenem und nachgefragtem günstigen Wohnraum zu einem tiefen Graben aufgerissen ist. Eine der zentralen Fragen, zu der alle Diskussionen irgendwann führen, jedoch ist: Was macht Wohnen so teuer?