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Nach dem Bauboom der 1950er- bis Mitte der 1970er-Jahre setzte in Deutschland ein gesellschaftlicher Wandel ein: Mit den Studentenunruhen 1968, der Ölkrise 1973 sowie der Kritik an der atomaren Energiegewinnung, der Wohlstandsgesellschaft und der Umweltzerstörung wurde eine Bewegung angestoßen, die mit der Gründung der Parteien der »Grünen« und der »Alternativen Liste« politischen Ausdruck fand.

Seit Beginn der 1980er-Jahre wurden ökologische Ziele auch in der Siedlungsplanung verfolgt und ökologische Wohnbauprojekte umgesetzt. Als das Nachrichtenmagazin »Der Spiegel« 1984 das Thema auf die Titelseite setzte, erreichte es die Öffentlichkeit zum ersten Mal in großem Umfang. In diesem Artikel wurden sechs im Bau befindliche Ökosiedlungen beschrieben und Frei Otto mit dem Satz zitiert »Das ökologische Bauen ist im Kommen«.
Seither sind in Deutschland und Europa zahlreiche Projekte und Siedlungen entstanden, die Aspekte einer ökologischen und/oder nachhaltigen Ausrichtung aufnehmen. Nachhaltige Wohnbauten konzentrieren sich dabei nicht nur auf den Aspekt der Energieeffizienz, sondern beziehen auch Versorgungs- und Transportinfrastrukturen, naturnahe Freiraumgestaltung, kostengünstiges Bauen sowie regional-ökonomische und soziale Aspekte in die Betrachtung ein. Damit wird versucht, auf den demografischen Wandel, die zunehmende Ressourcenknappheit sowie das wachsende soziale Ungleichgewicht zu reagieren. (Holger Wolpensinger, Wolfgang Rid)