Das Grundstück befindet sich in exponierter Hanglage mit Fernblick in die Rheinebene, in einem stark durchgrünten Wohngebiet. Mittels vier großformatiger Öffnungen über Eck wurden die sehr unterschiedlichen Ausblicke inszeniert. Vertikale „Stanzungen“ in den Baukörper, d.h. Lufträume mit vollflächigen Dachverglasungen über Essbereich und Treppe verbinden Erd- und Obergeschoss. Die panoramaartigen Öffnungen wurden so groß wie möglich gestaltet, um dem außergewöhnlichen Fernblick gerecht zu werden. Als Voraussetzung für die Maximierung des Öffnungsanteils bzw. die Minimierung der geschlossen verbliebenen Flächen des Baukörpers war es erforderlich, dass die Verkleidung der Dach- und Fassadenflächen wie aus einem Guss wirkt. Die vielfältigen Einsatz- und Gestaltungsmöglichkeiten des Materials Kupfer erlaubten, einerseits die Dachverkleidung als voll funktionstüchtige Dachdichtungsebene auszubilden und andererseits den monolithischen Charakter in Form eines abstrakten, scharfkantigen  geometrischen Körpers umzusetzen. So wurden die Dach- und Außenwandflächen mit großflächigen, voroxidierten Kupferrauten in traditioneller Einhangtechnik umspannt und bilden einen Kontrast mit den weißen Oberflächen im Innern. Hier wurde besondere Sorgfalt auf die Detaillierung verwendet, insbesondere im Bereich der Anschlüsse und Übergänge, die mit dem Material Kupfer jeweils absolut bündig auf den Punkt gebracht werden konnten, unter Beibehaltung der vollflächigen Hinterlüftung. Die Wahl des Materials Kupfer als Deckung für Dach und Fassade, d. h. die Wahl eines dauerhaften, natürlichen Materials trägt zur Nachhaltigkeit des Hauses bei.