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Der Neubau, bestehend aus einem Langhaus und einem transparenten Zwischenbau, der zum barocken Rathaus überleitet, nimmt die Maßstäblichkeit, die Bauformen und Materialien der Umgebung auf – und dennoch formt sich daraus ein Neubaukomplex, der klar als solcher erkennbar ist. Das sogenannte Langhaus mit seinem zweischaligen, geschlämmten Massivmauerwerk bietet Platz für die zuvor in der ganzen Stadt verstreuten Verwaltungsbüros, während der Verbindungstrakt im Erdgeschoss das ?Bürgerbüro und im Obergeschoss den Sitzungssaal des Gemeinderats beherbergt. Letzterer ist so angelegt, dass er multifunktional nutzbar ist, also nicht nur dem Rat eine adäquate Umgebung bietet. Seine besondere Qualität bezieht er aus seiner gläsernen Fassade und aus der spannungsreichen Deckenkonstruktion aus Holz, die von außen nach innen übergeht. Zahlreiche große Lamellen gliedern die Raumdecke quer zur Raumachse, das Dach hebt sich in der Mitte zur besseren Belichtung des Raumes. Während die Pfosten der Glasfassade in ihrer Holzoptik unverändert blieben, erhielt die Decke eine lasierende Beschichtung in Weiß – damit lässt sie einerseits ihre eigentliche Materialität erkennen, andererseits wird sie optisch leichter und passt sich dem weißen Farbkanon des Gesamt-Interiors an.