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Eine Palladio-Villa in Pink – das wäre in etwa die passende Architekturanalogie zu den Kleidern, Schuhen und Accessoires von Valentino. Die Kollektionen des 1960 von Valentino Garavani gegründeten Modelabels kombinieren klassische Schnitte und Formen mit einer bunten und bisweilen überbordenden Mate­rial- und Farbvielfalt.

Auf Kontraste durfte man also gefasst sein, als Valentino 2008 den britischen Architekten ­David Chipperfield beauftragte, ein neues Ladenkonzept zu gestalten. Denn Chipperfield ist ebenfalls für klassische Formen, aber kaum für Ornamente, extravagante Farben und architektonischen Rüschenbesatz bekannt.

2012 eröffnete der erste Flagshipstore in ­Mailand nach Chipperfields Entwürfen seine ­Türen. Seither sind im Jahrestakt neue Läden hinzugekommen: 2013 an der Rue St.-Honoré in Paris, 2014 an der Fifth ­Avenue in New York, 2015 unweit der Spanischen Treppe in Rom und zuletzt im Frühjahr 2016 an der Londoner Old Bond Street.

Das Gestaltungskonzept der Häuser basiert auf drei Prinzipien, die sich mit den Schlagworten Wohnlichkeit, italienische Hand­werkskunst und Anpassung an den Standort ­beschreiben lassen. Als räumliches Leitbild wählten die Architekten einen italienischen Palazzo, dessen Ambiente sie in den Metro­polen der Welt wiedererstehen lassen wollen.