© Bruno Klomfar
© Oliver Jaist
© Bruno Klomfar
© J2M Architekten
© J2M Architekten
© J2M Architekten
© J2M Architekten
Die Stadt Freising ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen; vor allem auf der rechten, der Innenstadt gegenüberliegenden Seite der Isar. Der »Isarsteg Nord« soll die dort gelegenen Stadtteile künftig deutlich besser an das Zentrum anbinden. 2013 hatte die Stadt ein europaweites VOF-Verfahren für die Fußgänger- und Radfahrerbrücke ausgelobt.

Der Siegerentwurf von Christoph Mayr, Oliver Englhardt und Josef Taferner überzeugte die Stadträte vor allem, weil er mit einem Minimum an Eingriffen in den Naturraum an der Isar auskommt und sich auch gestal­terisch subtil in die Auenlandschaft einfügt. Das fast 160 Meter lange Brückenbauwerk verbindet insgesamt drei Fuß- und Radwege miteinander und wird über zwei Treppen und zwei flach geneigte Rampen erschlossen. Die Spannweite über den Fluss beträgt 58 Meter.
 
Die Planer vergleichen die verzweigte Brückenform mit der Struktur eines Asts. Der Vergleich rührt nicht nur von der rostbraunen ­Farbe des wetterfesten Baustahls her, sondern ist auch aus statischer Sicht gerechtfertigt. Tragwerk und Wegeführung fallen bei dem Neubau in eins; Stege, Rampen und Treppen sind immer zugleich Trag- und Stützelemente. Der »Ast« und seine »Zweige« bestehen aus den gleichen Materialien, unterliegen dem gleichen konstruktiven Prinzip und sind an den Gabelungen biegesteif miteinander verbunden. Dort knickt der Hauptweg jeweils leicht ab, so dass sich die Bewegung der Passanten auf natürliche Weise verlangsamt.