Von weither sichtbar ragt das paläon - das neue Forschungs- und Erlebniszentrum Schöninger Speere - aus der Landschaft und signalisiert diesen Ort als bedeutende archäologische Fundstelle. Hier am Rande der Stadt Schöningen und des Braunkohletagebaus wurden die ältesten erhaltenen Jagdwaffen der Menschheit entdeckt -  die 300.000 Jahre alten Schöninger Speere, welche in dem von Holzer Kobler Architekturen entworfenen Gebäude in einer Erlebnisausstellung nun eindrucksvoll dem Publikum präsentiert werden.

Die futuristisch anmutende Gebäudeform, eine spiegelnde Außenhaut und großformatige Glaseinschnitte in die Fassade kennzeichnen die Architektur dieses Neubaus. Die Fensteröffnungen, basierend auf einer Sonnenschutzverglasung, inszenieren den Ausblick in die nahe Waldlandschaft sowie zum entfernten Tagebau und zur Fundstelle. Für die Fensterausschnitte wählten die Architekten blaue Sonnenschutzgläser, die mit der metallischen Außenhaut des Gebäudes je nach Lichteinfall einen Kontrast bilden oder mit dieser zu einer Einheit verschmelzen, nämlich dann, wenn sich Landschaft und Wolken als spannungsvolle Elemente auf dem skulpturalen Baukörper widerspiegeln.

Das  Sonnenschutzglas INFRASTOP® Blau 50/27 weist bei einem Ug-Wert von 1,1 W/m2K eine geringe Gesamtenergiedurchlässigkeit von nur 27 % auf und ist Teil des sommerlichen Wärmeschutz-Konzeptes des Gebäudes. Die Verglasung wurde in Teilbereichen - unter Berücksichtigung der Anforderungen der TRAV - mit einer VSG Außenscheibe und einer 8 mm ESG-H Innenscheibe als absturzsichernde Verglasung ausgeführt. Alle Gläser im paläon sind unterschiedlich groß; bei den Gläsern gibt es nur Modellscheiben, zumeist ohne rechten Winkel. Trapeze, Parallelogramme und diverse Fünfecke sind die vorherrschenden Formen, die der Isolierglashersteller IQ-Glas aus Goslar für den Neubau fertigte. Und viele Scheiben davon produzierte er in XL Maßen, teilweise über 3500 mm x 2500 mm Größe.