Das Gateway-Gebäude der Universität von Nottingham vereint die Fakultäten Biowissenschaften, Tiermedizin und Medizinwissenschaften unter einem Dach. Es gehört zur ersten Phase eines Masterplans, mit dem der ländliche Campus durch eine neue, landwirtschaftlich geprägte Ästhetik ein kohärentes Aussehen erhalten soll. Die anspruchsvolle Aufgabenstellung forderte ein Niedrigenergiegebäude mit hervorragenden Nachhaltigkeitseigenschaften, eine Nutzfläche von 3.100 m² sowie eine Flächeneffizienz von mindestens 70 % – und das alles für ein festes und knappes Budget von ca. 6,1 Millionen €. Stroh, eines der ältesten Baumaterialien, wurde zur Hauptkomponente einer innovativen, nachhaltigen Bautechnologie. Das Gebäude beherbergt unterschiedlichste Räume, darunter Büros, Labore, Kühlräume sowie Seminar- und Computerräume, und erreicht eine Flächeneffizienz von beachtlichen 80 %. Als Inspiration für die Konstruktion diente der natürliche Rhythmus der Bäume, die das Grundstück säumen. Die sich wiederholenden, schmalen Vertikalelemente der Fassade sind verputzt und werden durch freiliegende Holzrippen und eine moderne Verglasung unterbrochen. Um die solaren Gewinne zu begrenzen und weniger Energie zur Kühlung des Gebäudes aufwenden zu müssen, wurde die Südseite aus massiveren Bauteilen errichtet als die Nordseite.