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© Iwan Baan
© Iwan Baan
© Frank Kaltenbach
© Iwan Baan
© Frank Kaltenbach
© Christian Schittich
© Iwan Baan
© Iwan Baan
© Christian Schittich
Über eine Länge von 2,5 Kilometer schlängelt sich die High Line durch die West Side Manhattans. Als die Hochbahn in den 1930er-Jahren errichtet wurde, konnten die Güterzüge teilweise direkt in die Fabriken und Lagerhäuser der ehemaligen Gewerbegebiete Meatpacking District, West Chelsea und Hell’s Kitchen/Clinton einfahren. Viele der Gebäude sind mittlerweile in trendige Galerien, Restaurants und Boutiquen oder teure Büro- oder Wohnflächen umgewandelt. Die Bahntrasse selbst ist seit 1980 funktionslos und stand kurz vor dem Abriss, bevor sie dank der Initiative »Friends of the High Line« in einen öffentlichen Park verwandelt wurde, der mittlerweile zu den Hauptattraktionen New Yorks gehört. Der erste von drei Bauabschnitten konnte 2009, der zweite längere im Mai 2011 er­öffnet werden. Inspiriert von der Ästhetik des gusseisernen Tragwerks und der überwucherten Bahngleise besteht das Konzept des High Line-Parks darin, entlang der Bahnstrecke eine Abfolge architektonischer und landschaft­licher Elemente zu schaffen. Dies lässt Orte unterschiedlichster Qualität entstehen: von sonnigen Plätzen über Blumenwiesen bis hin zu schattigen Baumgruppen, von ruhigen Nischen bis hin zu Treff- und Aussichtspunkten. Schmale, linear verlegte Beton­fertigteile bilden großteils den Bodenbelag der Wege. Durch ihre konisch zulaufenden Enden greifen sie kammartig in die Pflanzbeete ein, verzahnen sich mit wiederverlegten Eisenbahnschienen und schaffen einen fließenden Übergang zwischen Pflasterung und Pflanzen – ein wiederkehrendes gestalterisches Motiv im High Line-Park.