Dass die Superbude kein gewöhnliches Hotel ist, darauf deuten bereits der Name und der Zusatz »Hostel« auf der Tafel am Eingang hin. Dennoch sind in dem gut hundert Jahre alten Backsteinbau im Schanzenviertel keineswegs nur Jugendgruppen, Studenten oder Rucksackreisende anzutreffen. Obwohl der Hotelname an eine coole Wohngemeinschaft erinnert, zählen Geschäftsreisende und Städtetouristen ebenso zu den Gästen wie Rentner, Bauarbeiter oder Designinteressierte. Für diese heterogene Mischung existieren zwei Ursachen. Erstens gibt es Doppelzimmer bereits ab 60 Euro, sodass Übernachtungen für fast jedermann erschwinglich sind. Der wahre Grund liegt jedoch in der Gestaltung der Innenräume, deren erfrischende Farbigkeit, Vielfalt und Ideenreichtum im krassen Gegensatz zur Schwere des denkmalgeschützten Gemäuers eines ehemaligen Fernmeldeamts steht. Von diesem Bild geprägt ist das gesamte Erdgeschoss, das als langgestreckter Raum entlang der Straßenfassade alle öffentlichen Bereiche wie Rezeption, Lobby, Bar und Shop enthält. Zu den Besonderheiten zählen einerseits mehrfach genutzte Flächen. So ist der Empfangstresen zugleich Bar und Shop, während der Frühstücksbereich ab Mittag als »Kitchen Club« dient – dort stehen Gemeinschaftskühlschrank, Mikrowelle und Backöfen zur Verfügung, damit sich die Gäste unkompliziert und kostengünstig selbst verpflegen können.