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© Frank Kaltenbach
© Frank Kaltenbach
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© Christian Richters
Der Pavillon, überwiegend aus Papier gebaut, entspricht der Zielsetzung der EXPO 2000, nachhaltige Architektur zu fördern. Die Gitterschale der Haupthalle ist aus verschnürten Pappröhren konstruiert, die aus Altpapier hergestellt wurden. Die Giebelseiten bestehen aus seilverspannten Kartonwabengittern. Als Dachhaut wurde eine fünfschichtige brand- und wasserfeste Papiermembran speziell für dieses Projekt entwickelt. Für die Fundamente haben die Architekten eine mit Gerüstdielen beplankte und mit Sand gefüllte Stahlkon­struktion gewählt, sodass das Gebäude nach Ende der Ausstellung recycelt werden kann. Da es für Papierkonstruktionen bisher keine Zulassung gibt, waren umfangreiche Versuchsreihen erforderlich. Durch das starke Kriechverhalten des Papiers musste die Konstruktion durch gebogene Holzleitern verstärkt werden, welche jetzt mit ihren Stahlabspannungen die Lastabtragung übernehmen. Aus Brandschutzgründen forderte die Baubehörde, die Papiermembran mit einem zusätzlichen PVC-Gewebe zu überziehen. Im Bereich der Holzleitern ist nur diese transparente Schicht aufgebracht, wodurch die Hülle mit helleren Lichtbögen gegliedert wird.