Sozialer Wohnungsbau für Senioren in Barcelona

Wohnungsbau, Innenräume, Barrierefreies Bauen, 09/2012
Um das Projekt in das Stadtviertel einzubinden, sind im Sockel öffentliche Nutzungen wie Veranstaltungs- und Schulungsräume, eine Turnhalle und eine Tiefgarage angeordnet. Von den Wohnungen unabhängig geben sie der Einrichtung die Funktion eines sozialen Zentrums mit einer verglasten Fassade zur unteren Straße. Hier befindet sich der Eingang für die Nutzer aus dem Quartier. Das Dach des Sockels wird als fünfte Fassade interpretiert und ist mit einem grauen Kunstharzbelag bedeckt.Der Haupteingang für die Bewohner besetzt  eine Ebene höher den Schnittpunkt der beiden Gebäuderiegel. Direkt daneben liegt ein Gemeinschaftsraum an der Außenecke zur Straße. Von hier erreicht man über Gänge auf der Gebäudeaußenseite, die durch schmale Fensterschlitze belichtet werden, die 81 Appartements. Auf nur 45 m2 entsteht hier durch diagonale Blickbezüge ein großzügiger Raumeindruck, eine Schiebetür separiert nach Bedarf den Schlafbereich von der Wohn-/Esszone. Eine zentrale Längswand trennt Eingangsbereich und Küche mit dem freistehenden Kühlschrankblock von Umkleide und Bad, sodass sich eine U-förmige Grundrissorganisation ergibt. Jede Wohnung besitzt eine würfelförmige Loggia von ca. 2,50 m Kantenlänge als individuell genutzter persönlicher Wohnraum im Freien, der die Verglasung vor der steilen Sommersonne schützt. Geschossweise gespiegelt erzeugen sie auf der Fassade ein Schachbrettmuster, dessen repetitiver Charakter nicht nur Ausdruck der begrenzten wirtschaftlichen Mittel ist, sondern auch ein kohärentes Gesamtbild gewährleistet.