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© Andrea Martiradonna
© Andrea Martiradonna
© Andrea Martiradonna
© Andrea Martiradonna
Im Jahr 2010 erwarb die Stadt Bozen eine landwirtschaftliche Nutzfläche am Stadtrand, um darauf den wachsenden Bedarf an Sozialwohnungen zu decken. Das von der Gemeinde gesteuerte Projekt fungiert nun als Bindeglied zwischen bestehendem Stadtgefüge und der umgebenden Landschaft und bietet den Bewohnern dadurch eine hohe Wohnqualität. Im Rahmen mehrerer Workshops mit intensiver Bürgerbeteiligung wurde für den Masterplan die Kern­idee von mehreren eigenständigen Wohngruppen, verteilt in öffentlichem Grün, entwickelt. 
Die ­Architekten eines dieser fünfeckigen Grundstücke legten ihrem Entwurf das Volumen eines Prismas zugrunde, aus dem sie die Freiflächen herausschnitten, um so vier einzelne Baukörper um einen Innenhof zu erzeugen. Während sich die nach außen gewandten Seiten mit raumhoch verglasten tief liegenden Öffnungen der Umgebung zuwenden, charakterisieren langgestreckte Loggien mit Holzbrüstungen die inneren Fassaden. Die Bekleidung aus faserverstärkten Betonplatten – auch auf dem Dach – unterstreicht dennoch den monolithischen Charakter der maximal siebengeschossigen Gebäude. Die Anordnung der Treppenhäuser parallel zur Fassade sorgt dafür, dass diese gestalterisch völlig unangetastet bleibt. 
Zudem lässt sich die Raumaufteilung der Grundrisse mithilfe zusätzlicher Trennwände nach Bedarf an sich ändernde Familiensituationen anpassen. Je nach Gesamtvolumen müssen die Gebäude verschiedene energetische Standards einhalten. Zur Verringerung des Energieverbrauchs sind die 30 cm dicken Außenwände aus Leichthochlochziegel bis zu 15 cm stark gedämmt.