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Technik: Sanierung bei Schadstoffbelastung im Überschwemmungsgebiet

© Peter Kallus
© Frank Kaltenbach
© Mark Kammerbauer
© Mark Kammerbauer
© Hans R. Czapka
© Andi Graf
So genannte Jahrhunderthochwasser treten in immer kürzeren Intervallen auf. In Küstenregionen werden sie von Sturmfluten verursacht, im Binnenland lassen hohe Niederschläge Bäche und Flüsse über die Ufer treten.

Neben den sichtbaren Wasserschäden droht aber oft eine unsichtbare Gefahr, die auch lange nach dem Austrocknen nicht ­gebannt ist: der Eintrag von ausgelaufenen Schadstoffen bis tief in die Bausubstanz. ­Neben Produkten der Chemieindustrie, Tierkadavern und Fäkalien ist es vor allem ausgetretenes Heizöl, das bei ungünstigen Umständen dazu führt, dass ganze Siedlungen ­saniert, teilweise oder komplett abgerissen und wieder neu aufgebaut werden müssen.

Wie sollen sich die Bewohner, die nach der Evakuierung in ihre Häuser zurückkehren wollen, verhalten? Wird das im Gebäude stehende Wasser abgepumpt, solange Kräfte des anstehenden Hochwassers von außen gegen die Wände bzw. als Grundwasser von unten ­gegen die Bodenplatte wirken, besteht die Gefahr, dass Wände mangels Gegendruck einstürzen oder das gesamte Haus aufschwimmt. Andererseits ist höchste Eile geboten, um den Schlamm abzusaugen, bevor er zu einer steinharten Schicht eintrocknet. Wichtig ist auch, das Mauerwerk so schnell wie möglich zu trocknen, bevor sich giftige Schimmelpilze ausbreiten können. (Mark Kammerbauer, Frank Kaltenbach)