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Nach gründlicher Sanierung lässt das Gebäudeensemble der Grundschule am Tempelhofer Feld, in den 1950er-Jahren errichtet, wieder den großzügigen, durchgrünten Städtebau der damaligen Zeit erahnen. In vielen Jahren des eher heterogenen Umgangs mit der Bausubstanz hatte sich die sinnliche Leichtigkeit der Nachkriegsarchitektur zu­sehends verloren. Auch die etwas abseits gelegene, über ­einen Laubengang erreichbare Turnhalle zeigte sich durch zahlreiche Umbauten in Form und Funktion stark beeinträchtigt. Die Architekten standen vor der Aufgabe, neben der notwendigen energetischen Ertüchtigung auch die gestalterische Qualität von einst zeitgemäß zu interpretieren. Dafür wurde zuerst die filigrane Betonkons­truktion von allem Überflüssigen befreit sowie Decke und Boden neu gedämmt. Die errechnete Energiebilanz erlaubte, die Westseite der Halle vollflächig zu verglasen und damit natürliches Licht hereinzuholen. Zudem konnten die stirnseitigen Ziegelwände unverkleidet bleiben. Ihre lebendige Ober­fläche steht im spannungsvollen Kontrast zum glatten, hellblauen Elastikboden und zu der den Raumcharakter bestimmenden, halbtransparenten Spanndecke. Ihr leichtes Glasfasergewebe beansprucht das Tragwerk wenig und schützt die Leuchten und Akustikelemente vor umherfliegenden Bällen. Im Bogen vor die Glasfassade geführt, streut es das Tageslicht, bewahrt vor direkter Sonneneinstrahlung und verleiht dem Raum eine ­luftige, heitere Atmosphäre.