Westlich der Stadt Logroño in unmittelbarer Nähe zum Jakobsweg befindet sich das Weingut La Grajera. Zu den Zielen des Projekts gehörte es, eine Balance zu finden zwischen dem repräsentativen Anspruch des Bauwerks und dem Bestreben, mit der umliegenden Landschaft zu verschmelzen. Die Baukörper folgen dem Verlauf der Landschaft und enden dort, wo der Wald beginnt; die bestehende Vegetation wird respektiert. Ein großes, aus Sandstein erbautes Sockelgeschoß, das teilweise unter der Erde liegt und die Weinproduktion beherbergt, duckt und erhebt sich in Harmonie mit der Landschaft und wird zu einem Teil derselben. Das ausgedehnte grüne Dach spiegelt den Lauf der Jahreszeiten wider und definiert das Profil des Hügels neu, auf dem es thront. Über dem massiven Sockelgeschoß liegt der Präsentationspavillon, eine leichte, lange Struktur aus Glas und dunkler Keramikverkleidung. Sein unebenes Profil zeichnet den Rand des Waldes nach und öffnet sich gleichzeitig zur Landschaft hin. Das Mauerwerk ist auf die gleiche Weise erbaut wie die alten, bescheidenen Stütz- und Einfriedungsmauern der kleinen Weinanbaugebiete in Rioja. Vom Weinberg und seiner von Licht erfüllten Landschaft taucht man ein in eine unterirdische Welt der Dunkelheit, Ruhe, Kühle und Stille.