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© Hiroyuki Oki
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Weil die Bevölkerung in Vietnam schnell wächst und Arbeitssuchende in die wirtschaftlich aufstrebenden Provinzen umsiedeln, leben viele Menschen sehr beengt. Besonders im Mekong-Delta ist der Wohnraum für Geringverdiener knapp. Für diese Gesellschaftsgruppe wurde nun ein Wohnprototyp entwickelt. Im Vordergrund standen die Minimierung von Raumfunktionen, der Einsatz günstiger Baumaterialien und eine einfache, leichte Konstruktion mit dem Ziel, den Bewohnern selbst den Hausbau ohne den Einsatz großer Baumaschinen zu ermöglichen. Sanitärräume und Küchen sind als Gemeinschaftsbereiche für mehrere ­Familien an zentraler Stelle geplant.  Auf einem Grundstück, auf dem die Architekten derzeit einen Kindergarten realisieren, entstanden zwei Modellhäuser. Das kleinere dient als Baustellenbüro, das größere bietet Wohnraum für eine Familie. Es ist so konzipiert, dass es bei Bedarf in der Längsachse erweitert werden kann.  Die äußere Hülle des Einraumhauses besteht aus Polycarbonatplatten, die auf eine leichte Stahlrahmenkonstruktion montiert sind, Innenseiten und Decke sind mit Bambusrohr verkleidet – Materialien, die günstig, leicht und einfach zu beschaffen sind. Ein weit auskragendes Pultdach auf filigranen Fachwerkträgern sorgt einerseits für sichere Entwässerung während der Regenzeit und andererseits für eine natürliche Ventilation. So kann Luft durch die hinterlüftete Fassade oder offene Fenster und Türen einströmen und durch die Zwischenräume der Bambusrohre an der Decke wieder entweichen. Eine Klimaanlage ist nicht notwendig.